Ich - und die Familie - haben endlich ein gemeinsames Hobby.
"Moderne Schatzsuche nach Geokoordinaten mit Hilfe eines GPS-fähigen Endgerätes".
Hört sich nerdig an, wird von vielen wahrscheinlich auch so gesehen, ist aber gar nicht so.
Wir jedenfalls sind dazu gekommen, weil wir eine Freizeitbeschäftigung gesucht haben, bei der man Bewegung, Natur, Laufen, Fahrrad, Spass, Spannung, Abenteuer und Familie verbinden kann. Hört sich ein bisschen nach doppelter Ü-Ei Überraschung an.
Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis wir zum ersten Cache aufgebrochen sind - man benötigt ja auch gewisses Equipment. Die Anschaffung eines neuen Mobiltelefones hat hier die (Er)Lösung gebracht, denn darauf kann man eine sehr komfortable App betreiben, die Geocaching ermöglicht und vielseitig unterstützt.
Die Rede ist von GeOrg, was auf einem Android betriebenen HTC Desire Gold wert ist.
Da man auch Daten braucht, die man suchen kann, ist auch die Anmeldung bei einer Themen-Plattform ratsam. Hier kommt man an
geocaching.com nicht vorbei. Gegen ein jährliches Endgeld von rund 24 $, kann man sich die Daten in bestimmten Formaten runterladen, was die Handhabung erheblich vereinfacht.
GeOrg kann bestens mit GPX-Dateien umgehen. Außerdem gibts einige weitere Features, die ganz hilfreich sind.
Die Plattform selbst strotzt nicht gerade vor Bedienfreundlichkeit und Übersichtlichkeit, aber nach und nach erschließt sich alles und man kommt gut klar.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es auch eine "offene" Geocaching Plattform namens
opencache.de gibt. Prinzipiell unterstütze ich OpenSource Projekte, aber leider ist die Cache-Datenbank nicht besonders vollständig.
Neulich war's dann soweit und wir sind zur ersten Schatzsuche gestartet. Super Abenteuer mit Flussüberquerung, spannend für die Kinder. Mutti hat dann den Fund für sich beansprucht, weil sie sich vorgedrängelt hat.
Inzwischen haben wir schon 8 Caches gefunden und jeder ist mal zum Zuge gekommen. Bis jetzt erstmal relativ einfache "Traditionals", aber die Lust auf höhere Schwierigkeiten und den ersten selbst versteckten Cache ist hoch.
Um das loggen zu vereinfachen und zu individualisieren haben wir einen Stempel entworfen, den wir jetzt nach jedem Fund ist Logbuch drücken.
Zusammenfassend kann man sagen, das wir ein nettes Hobby 2010 gefunden haben. Mal sehen, wo uns unsere neue Leidenschaft noch hin verschlägt. Cachespots gibts schließlich weltweit.