Samstag, 16. Januar 2010

Der Feinschmecker - Kochzeitschrift war gestern

Habe neulich wegen einer Gewinnspielteilnahme einen Anruf bekommen und als Dankeschön je 2 Probeexemplare einer Zeitschrift meiner Wahl.
Kurz überlegt, und zielsicher eine Angelzeitung belegt (ist mein aktuellstes Hobby).
Die zweite Wahl war schon schwerer. Linux-Gazette gab's nicht, Smartphone-Schmöker auch nicht.
OK, wie wär's mit einer Kochzeitschrift! Kochen tue ich gern, Rezepte wiederholen sich irgendwann auch mehrfach, Abhilfe schafft also eine Kochzeitung. Was Brigitte-mäßiges sollte es aber nicht sein. Also für den "Feinschmecker" entschieden. So weit, so gut!

Dann kam das erste Exemplar. Ca. 2 kg schwer und gefühlt dick wie'n Telefonbuch.
Einer der Gründe dafür sind 13 mehrseitige Werbebeilagen und ein umfangreicher Mittelteil, der Hülsta-Möbel verkaufen soll?!

Der Rest ist schnell erzählt. Beim Feinschmecker handelt es sich nämlich nicht um eine Kochzeitschrift - NEIN, beim Feinschmecker handelt es sich um "Deutschlands bestes Food-Magazin".

Inhaltlich bedeutet das, Rezepte und Kochanregungen sind Mangelware.
Es geht hier vielmehr um kulinarische Reiseberichte, Top-Hotels und  -Gastronomie, erlesene Nahrungsmittel und Getränke sowie die Stars der Kochzunft. Alles in Hochglanz fotografiert und schick layoutet. Auf jeder Seite wird der Inhalt durch Werbeanzeigen unterbrochen.
Es gibt auf 130 Seiten sage und schreibe nichts, was mich irgendwie interessiert. Schade.

Fazit: Das ganze sieht aus, wie die Men's Health für Magen und Darm. Man könnte auch sagen: für'n Arsch!

Dies ist keine Kritik an der Zeitschrift selbst. Ich habe für mich nur festgestellt, das ich nicht zur Zielgruppe gehöre.



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